PRIMETIME FAILURE - Video zu "Waiting" & EP "Track-by-Track "

12.05.2017
 

 

PRIMETIME FAILURE aus Bielefeld stellen ihren Videoclip zum Song "Waiting" ins Netz, der unten zu finden ist. Der Track entstammt der aktuellen und via Uncle M erschienenden EP "Home" - zudem stellen PRIMETIME FAILURE die Inhalte der Platte in einem exklusiven Track-by-Track vor. Fuer die kommenden Monate bestaetigt die Punkrockband einen Schwung Livedates:

PRIMETIME FAILURE live:

12.05.2017: Bielefeld (with Resolutions)
26.05.2017: Hannover (with Teenage Love Guns, The Sewer Rats)
09.06.2017: Bielefeld (with Iron Chic, Matha)
04.08.2017: Cologne (with No Trigger, Walk The Plank, Idle Class, A Time To Stand)

 

PRIMETIME FAILURE - "Home" Track-by-Track:

"Home":


Der Song handelt im Prinzip von dem Ort in dem wir aufgewachsen sind. Plätze wo wir
abgehangen haben, unser Proberaum, das kleine Waldstück, das erste Bier...jetzt stehen da
überall nur noch “Niedrigpreis-Energiespar-Fertighäuser”.
Jeder verbindet bestimmte Orte, Momente und Gefühle mit dem was man allgemein hin als
Zuhause bezeichnet. Manchmal stellt man dann an den Orten fest, dass das Gefühl nicht
mehr das gleiche ist wie in der Erinnerung.


"State Of Unrest":


Typischer Text den man schreibt wenn man mal wieder sprachlos ist über die unfassbare
Dummheit dieser beschissenen Erfindung namens Menschheit. Sofern man diesen Haufen
Scheisse überhaupt noch so bezeichnen kann. Anstatt aus Fehlern der Vergangenheit zu
lernen, wie zum Beispiel der unzähligen Grausamkeiten im Namen einiger Fairytales
genannt Religion oder der anhaltenden Zerstörung unserer Erde, verkackt der Mensch es
immer wieder aufs Neue. Nur werden wir nicht mehr viele Versuche haben es besser zu
machen. Vielleicht nicht mal mehr einen. Wir sind am Ende. Dieser Planet mit allem was
dazu gehört. Richtig miese Scheisse ist das.


"Let Go":


Manchmal wenn die Sonne scheint und man grad auf dem Weg zur Arbeit ist, Kaffee in der
einen Hand, während die andere das Fenster runter kurbelt, packt einen dieses Gefühl. Bieg
jetzt nicht ab. Fahr einfach weiter geradeaus. Immer weiter, bis ans Meer…
Was haben But Alive doch damals schon so schön gesungen: An die See, ein Schiff und
weg ... ich komme nie mehr zurück ...
Wer möchte nicht morgens einfach einmal am Parkplatz zum Lohnsklaverei-Gebäude
vorbeifahren und danach weiter und weiter. Weg von Erwartungen, weg von allem was
einen einschränkt, die Seele baumeln lassen ... oh, es wäre noch Zeit Dich abzuholen, wenn
Du gerade nichts vor haben solltest ... Kaffee geht aber auf Dich!


"Waiting":


Was gehört zu einem schönen Leben? Das sollte jeder selber entscheiden. Aber das was
man sich von seinem eigenen Leben erträumt, passiert nicht einfach. Man muss schon was
dafür tun, oder man träumt ewig weiter.
Eigentlich ein Klischee wie es im Buche steht, aber eins, das nicht ohne Grund so häufig
vorkommt. Durch lethargisches Rumsitzen fällt einem leider selten ein Tagtraum in der
Realität in den Schoß … aber falls jemand einen verlässlichen Weg finden sollte, das
reproduzierbar hinzubekommen: Verratet uns das Geheimnis und wir schicken Euch nach
der Patentierung 10% der Einnahmen ...


"Celebrate The Winter":


Man kann ja eigentlich fast nur Bob Mould Fan sein und als solcher liest man natürlich auch
gerne Interviews mit dem alten Verbrecher. Bei einem Interview zur neuen Platte “Patch The

Sky” (großartiges Teil übrigens, nur zu empfehlen!) sprach der davon, dass er schon immer
mal einen “Celebrate The Winter” Song machen wollte, was wohl nie wirklich geklappt hat …
ich würde bezweifeln wollen, ob unser Song DAS ist, woran er dabei dachte, aber das hier
ist unsere Version.
(Jede zweite Band hat nen Song der “celebrate the summer” heißt….man man man)


"Pottery Class":


Pottery Class ist einfach total überspitzt..Hey, wer nen 90er Jahre Comic Cover hat, braucht
so nen Song auf der Platte.
Da steht man Abends im Proberaum und der Text ist eigentlich gar nicht so “un-tiefgründig”,
aber nicht wirklich fertig, es fehlen noch Zeilen. Wer kennt das nicht … und während die
Stunden so ins Land ziehen, trinkt man ein Bierchen das ein zufällig Verwandter mitgebracht
hat und nunja, die helfen die weiteren Zeilen zu schreiben … manche Leute erkennen am
nächsten Tag dann, dass spätestens das Töpfern ein Anzeichen grenzdebilen Wahnsinns ist
und lassen sich von einem unterbezahlten Linguistik Studenten ein paar lyrische Häppchen
zum kleinen Preis basteln … nicht wir!
Damit die epische “Message” nicht verloren geht, ist das selbstverständlich unser längster
Song!


"Time":


Auch hier geht es darum, was wir heutzutage vom Leben erwarten. Sind es Sachen die wir
kaufen? Dinge die wir tun oder nicht tun? Erwartungen die wir erfüllen wollen, weil man das
so macht? Können wir diesem Kreislauf entfliehen, und wollen wir das überhaupt?
Wow...das klingt nach nem guten Buch!


"Stuck In The 90s":


Alles muss immer so mega relevant sein. Oh man.
Ein guter Song darf auch einfach mal Spaß machen, ohne dabei so möchtegern
bedeutungsschwanger sein zu müssen.
Oft guckt man beschämt zurück auf die Musik, die man mochte als man jünger war, warum
eigentlich und seit wann müssen gute Songs kompliziert sein.
Macht live unheimlich Spaß, ist aber immer so schnell vorbei .... Refrain? Wiederholen?
Quatsch … der 2. Refrain wartet noch in den 90ern auf seinen Bus ...